Extremsportart Wood-tracking

Die Rahmenbedingungen für diese Sportart, die zu den härtesten ihrer Art zählt, sollten ja den meisten schon bekannt sein.

Aber für die, die sie doch noch nicht kennen, zähle ich sie gerne noch einmal auf: 7 m3 Holz auf der Straße und 122 Stufen (ob die Gehsteigkante auch mitzurechnen wäre oder nicht, bis zum Bestimmungsort. Hilfsmittel: Jutesäcke, Muskelkraft, eiserner Wille.

Kein Wunder also, dass sich diesen Herausforderungen nur ein handverlesener, kleiner Trupp von 8 Gildemitgliedern mit Unterstützung von zwei fleißig helfenden Kindern stellten. Startzeit war um 17h. Gegen 18h30 hatte man immer noch nicht den Eindruck, dass sich der Berg so wirklich verringern würde. Nur die im Vorraum bei Fr. Brilka bereits geschlichtete Reihe zeugte von unserer Leistung. Als die Oberschenkel schon zu brennen begangen, wurde es auch noch dunkel. Die netten Nachbarn halfen Gott sei Dank mit einem Scheinwerfer aus, sonst hätte es vielleicht noch einen Fehltritt gegeben. Schließlich begann der Holzberg dann doch merklich zu schwinden und um 20h45 hatten wir es endlich geschafft: das letzte Holzscheit wurde auf den Stoss geschlichtet. Verschwitzt, erschöpft, ausgepowert und uns wie Sieger fühlend, setzten wir uns im Dunkel bei Vollmond auf die Terrasse und stärkten uns mit den von Fr. Brilka liebevoll zubereiteten Brötchen und Mehlspeisen. Die wahre Siegerin aber ist die alte Dame, weil sie wieder einen Winter lang heizen kann und nicht frieren muss.