44. Härtewanderung - URHART

alt Am 20./21. März 2010 fand die mittlerweile 44.Härtewanderung statt. Was das ist? Nun, kurz gesagt der beste Weg, um mit möglichst wenig Schlaf möglichst viele Blasen auf den Füßen zu bekommen; oder anders ausgedrückt eine 2-tägige Wanderung für alle ab dem Rover-Alter ins Ungewisse.

Wirklich top organisiert veranstaltet die Wiener Pfadfinderkolonne Transdanubia jedes Jahr die sogenannte Härtewanderung.

Die teilnehmenden Patrullen werden Samstag mittags mit einem Bus zu einem unbekannten Ziel gebracht, ausgesetzt und müssen sich mit Hilfe von Karte und Kompass ihren Weg zu den einzelnen Wegpunkten und Stationen, bei denen sie ihre Pfadfinderkenntnisse wie etwa Knotentechnik oder Teamwork unter Beweis stellen können, bahnen.

Ach ja: dabei gilt es, jegliche Straßen, Ortschaften und Brücken in einer Entfernung von mindestens 50m zu umgehen. Die Mitnahme von Nahrungsmitteln aller Art und unerlaubten Gegenständen wie Taschenlampen, GPS & Co sind dabei strengstens untersagt.

Neugierig wie wir (Sonja, Dieter, Michi, Arnulf, Codo und Andi) sind, haben wir heuer unter dem klingenden Patrullennamen „Alt-Spechte“ teilgenommen, Chaos und kopfschüttelnde Stationsleiter vorprogrammiert.  12:30 Abfahrt mit dem Bus vom Donauturm Richtung Wald4tel – gegen 15:00 wurden wir losgelassen. Mitten im nirgendwo ausgesetzt war der erste Wegpunkt rasch gefunden. Dort wurden unsere Rucksäcke inspiziert und uns die meisten geschmuggelten Gegenstände abgenommen; es waren so viele, dass der Stationsleiter einen Plastiksack dafür benötigte, gefunden hat er trotzdem nicht alle ;-). Etliche Stunden, Kilometer und Stationen später erreichten wir gegen 05:45 am Sonntagmorgen das Biwak-Lager, wo wir Feuer machen durften und endlich etwas zwischen die Zähne bekamen; eigentlich hätten es irgendwelche gebratenen Laibchen werden sollen, doch nachdem Hunger bekanntlich der beste Koch ist und die kulinarische Motivation nach knapp 15 Stunden Marsch etwas im Keller ist, wurde daraus Eintopf „Surprise“ – das Auge sollte vielleicht nicht immer mitessen!

Nach der Qual ist vor der Qual, und da das Programm um 08:00 weiterging,  entschlossen wir uns, gar nicht mehr schlafen zu gehen. Es folgte noch eine Station in der Nähe von Gföhl und anschließend ein Gewaltmarsch nach St. Michael/Donau, wo wir beim wohlverdienten Schnitzel fast während dem Essen eingeschlafen wären. Ob wir nächstes Jahr wieder teilnehmen? Nun, mal sehen…zum Zahnarzt muss man ja schließlich auch regelmäßig.

Fazit: rund 40km / kein Schlaf / viel Spaß. Also alles was, ein guter Wochenendtrip zu bieten hat.

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